Schülertag Elektrotechnik und Informationstechnik

Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg

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Med-Tech

9:00 - 9:30 gemeinsame Eröffnungsveranstaltung im Hörsaal BA 127

  • Begrüßung der Teilnehmer durch den Prodekan der Abteilung Elektro- & Informationstechnik (EIT)
  • Gruppeneinteilung für die 6 Sektoren
  • Transfer der Gruppe "Med-Tech" von der Bismarckstraße zur Lotharstraße (ca. 15 min)

9:30 - 12:00 Theorie & Praxis an der Uni

  • Dr. Reinhard Viga (EBS/FhG-IMS)
    Im „Health & Care Lab" des inHaus2 können Schüler die Einschränkungen der Generation ihrer Großeltern und auch Behinderter hautnah nachvollziehen und technische Lösungen aus den Bereichen „Ambient Assisted Living"und „medical Monitoring" kennen lernen und austesten. Es wird die Möglichkeit geboten, selber aufgenommene Bio-Signale und Verhaltens-Daten programmgestützt am PC auszuwerten und vielleicht sogar mit kreativen Anregungen die Profis zu verblüffen. Weiterhin soll im Rahmen der Veranstaltung das berufliche Umfeld „Wissenschaft und Technik" im Medizintechnik- und Lifescience-Kontext vorgestellt sowie über die neuen Ansätze und Konzepte für ein lebenswertes, "mitdenkendes" und Sicherheit bietendes Umfeld (ambient assisted living) im Alter informiert werden. Dazu stehen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen (Informatik, Elektro- und Informationstechnik) als Ansprechpartner zur Verfügung, die Hintergründe beleuchten und die Technik begreifbar machen.

12:00 - 13:00 Mittagessen in der Mensa Bismarckstr. (kostenlos)

13:00 - 17:00 Praxis in den lokalen Firmen

  • Vortrag 7-Tesla-Magnetresonanztomographie, Dr. rer. medic. Stefan Maderwald (Erwin-L.-Hahn-Institut)
    Die Magnetresonanztomographie ist eine der wichtigsten bildgebenden Methoden in der modernen Medizin. Völlig ohne Schädigung des Patienten bekommt man mit ihr detaillierte Einblicke in die inneren Organe. Zusätzlich gewinnt man auch wichtige Informationen über die Funktion des Körpers: Man kann sogar beobachten, welche Teile des Hirns aktiv werden, wenn wir denken, sprechen, uns bewegen. Mit noch stärkeren Magneten erhoffen sich Mediziner und Wissenschaftler, noch genauere Informationen bis auf die zelluläre Ebene zu gewinnen. In diesem Vortrag wird über aktuelle Ergebnisse und Herausforderungen aus der Forschung bei 7-Tesla-Magnetfeldstärke berichtet.
  • Besichtigung des Erwin L. Hahn Institut für Magnetresonanz in Essen
    Im Erwin L. Hahn Institut für Magnetresonanz auf dem Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein wird eine wichtige Grenze der Magnetresonanztomographie erforscht. Diese zentrale wissenschaftliche Einrichtung wurde zusammen mit der Radboud Universiteit Nijmegen im Jahr 2006 eröffnet und beherbergt einen Ganzkörper-Hochfeld-Tomographen mit einer Magnetfeldstärke von 7 Tesla. In der klinischen Routine sind Magnete mit 1,5 Tesla am weitesten verbreitet und gelten derzeit als der klinische Standard. Darüber hinaus finden inzwischen Magnete mit 3-Tesla-Feldstärke Einzug in die klinische Routine. Es besteht großes Interesse, noch stärkere Magnete einzusetzen, um detailreichere Bilder aus dem Körperinneren zu gewinnen. Bei diesem Besuch ist eine Besichtigung des 7-Tesla-Tomographens und der damit verbundenen Labore vorgesehen. Bei der MRT spielen unter anderem Technologien wie die Hochfrequenztechnik, Supraleitung und Hochleistungsrechnen eine wichtige Rolle.